2026: 6 Sonntag. A.15 Feb. Matthä, 5, 17-37
Liebe Schwestern und Brüder,
im heutigen Evangelium ruft Jesus uns zu einem Glauben auf, der nicht an der
Oberfläche bleibt. Er lädt uns ein, Gottes Gebote nicht nur zu erfüllen,
sondern sie aus einem liebenden Herzen heraus zu leben. Gott lädt uns ein, ehrlich
auf unser Leben zu schauen und uns von ihm erneuern zu lassen.
Schuldbekenntnis:
So wollen wir vor Gott treten und unsere Schuld bekennen.
Herr Jesus Christus,
du zeigst uns den Weg zum Leben.
Herr, erbarme dich.
Du rufst uns zu einem Leben aus Liebe und Versöhnung.
Christus, erbarme dich.
Du stärkst uns, wenn wir neu beginnen wollen.
Herr, erbarme dich.
Schuldbekenntnis
(Confiteor):
1Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,
und allen Brüdern und Schwestern,
dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.
Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
durch meine Schuld, durch meine Schuld,
durch meine große Schuld.
Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria,
alle Engel und Heiligen
und euch, Brüder und Schwestern,
für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.
1P.
Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden nach und führe
uns zum ewigen Leben. Amen.“
Gloria
Liebe Schwestern und Brüder,
im heutigen Evangelium macht Jesus uns deutlich: Der Glaube erschöpft sich
nicht im Einhalten von Regeln. Es genügt nicht zu sagen: „Ich habe nichts
falsch gemacht.“ Jesus schaut tiefer – er schaut in unser Herz. Dort
entscheidet sich, ob wir wirklich aus Liebe leben.
Er sagt: Nicht nur der Mord zerstört das Leben, sondern schon der Hass.
Nicht nur die Untreue in der Tat, sondern schon der lieblos gewordene Blick.
Jesus verschärft die Gebote nicht, um uns zu überfordern, sondern um uns zu
zeigen: Gott wünscht sich ein Herz, das liebt.
Ein schönes Beispiel dafür ist Teresa von
Kalkutta. Sie hat nicht viele große Reden gehalten, aber sie hat das
Evangelium gelebt. Sie sagte einmal: „Nicht alle von uns können Großes tun,
aber wir können kleine Dinge mit großer Liebe tun.“
Teresa sah Jesus in den Ärmsten der Armen – in Kranken, Sterbenden,
Ausgestoßenen. Für viele Menschen waren diese Personen unsichtbar. Für sie
waren sie das Wichtigste. Sie lebte genau das, wovon Jesus heute spricht: ein
Herz, das liebt, ein Herz, das nicht urteilt, sondern dient.
Auch wir sind eingeladen, so zu leben. Vielleicht nicht in Indien,
vielleicht nicht in extremem Einsatz – aber im Alltag:
in der Familie, am Arbeitsplatz, in der Gemeinde. In der Kommunität.
Ein freundliches Wort statt harter Kritik.
Vergebung statt Nachtragen.
Hilfe statt Wegschauen.
Jesus verlangt keine Perfektion, sondern Ehrlichkeit und den Mut, unser Herz
immer wieder von ihm verwandeln zu lassen. Der Maßstab des Glaubens ist die
Liebe.
Bitten wir Gott heute darum, dass er uns ein Herz schenkt wie das von Mutter
Teresa: ein Herz, das sieht, ein Herz, das liebt, ein Herz, das handelt. Amen.
Ich glaube an Gott# Fürbitten
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