ErnteDank

 5102025

Liebe Schwestern und Brüder,

(wir haben uns heute versammelt, um Erntedank zu feiern. Schon der Name sagt es: Wir wollen danken. Danken für das, was uns geschenkt ist – für die Früchte des Feldes, für das tägliche Brot, für die Arbeit unserer Hände und für alles, was unser Leben trägt.) Wenn Altar nicht geschmückt ist)

heute ist Erntedank. Unser Altar ist geschmückt mit Früchten, Gemüse, Brot, vielleicht sogar Weintrauben oder Kürbissen. Alles Zeichen der Fülle, die Gott uns schenkt. Und wir sind hier, um dafür zu danken. Die Tradition des Erntekranzes oder der Erntekrone symbolisiert: Alles hängt zusammen – Mensch, Natur und Gott.

In der Bibel lesen wir im Buch Deuteronomium:
"Und wenn du gegessen hast und satt bist, so sollst du den HERRN, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat." (Dtn 8,10)

Der Psalm 104 malt ein Bild der Schöpfung, das uns staunen lässt: „Du lässt Gras wachsen für das Vieh und Pflanzen für den Menschen, damit er Nahrung gewinnt.“ Gott ist der Gärtner der Welt – und wir sind eingeladen, mitzuarbeiten, nicht auszubeuten.

Doch Jesus warnt uns im Evangelium nach Lukas vor der Illusion der Selbstgenügsamkeit. Der reiche Mann baut größere Scheunen, hortet seinen Ertrag – und stirbt in der Nacht. „So geht es dem, der nur für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist bei Gott.“ (Lk 12,21) Dankbarkeit ohne Teilen ist leer. Besitz ohne Beziehung ist arm.

Danken – das klingt einfach. Aber in Wahrheit ist es gar nicht selbstverständlich. Wir leben in einem Land, in dem Supermärkte das ganze Jahr über gefüllt sind. Wir haben Brot, Milch, Obst – oft so selbstverständlich, dass wir gar nicht mehr fragen, woher es kommt.

Erntedank erinnert uns an drei Dinge:

1.     Alles ist Geschenk. Auch wenn wir hart arbeiten – das Leben selbst, die Sonne, der Regen, die Fruchtbarkeit des Bodens, die Kraft unserer Hände: all das können wir uns nicht erarbeiten. Es ist Gabe Gottes.

2.     Danken heißt teilen.

Wer erkennt, dass er beschenkt ist, der kann auch weitergeben. Schon die frühen Christen haben ihre Gaben miteinander geteilt, damit niemand Mangel hatte. Auch wir sind gerufen, zu teilen – mit Menschen in Not, mit denen, die weniger haben, sei es bei uns oder weltweit.

3.     Danken heißt Verantwortung.

Gott hat uns die Schöpfung anvertraut, nicht damit wir sie ausbeuten, sondern damit wir sie bewahren. Erntedank ruft uns zur Achtsamkeit: Wie gehen wir mit Lebensmitteln um? Mit Wasser, mit Boden, mit Luft? Wir sind nicht Besitzer der Erde, sondern Gäste und Hüter.

v Papst Franziskus ruft uns in Laudato Si auf, die Erde als „gemeinsames Haus“ zu bewahren. Erntedank ist daher auch ein ökologisches Bekenntnis:

Dankbarkeit ist eine Haltung. Sie beginnt im Herzen, zeigt sich in der Tat und wirkt in der Welt. Wenn wir danken, sehen wir mehr. Wenn wir teilen, leben wir tiefer. Wenn wir bewahren, ehren wir den Schöpfer.

Liebe S&B,  Erntedank ist also mehr als ein schöner Brauch. Es ist ein Fest, das unser Herz öffnen will: für den Dank, für die Freude, für das Teilen.

Lasst uns heute nicht nur mit dem Mund danken, sondern auch mit den Händen – indem wir Gutes weitergeben. Und lasst uns mit dem Herzen danken – indem wir Gott loben für seine Güte.

So wird Erntedank zu einem Fest, das nicht nur heute, sondern jeden Tag in unserem Leben weiterwirkt.

 

 

5102025

Priester/Diakon: Lasst uns voll Vertrauen zu Gott beten, der uns die Erde anvertraut hat und uns mit seiner Güte beschenkt:

1. Für die Schöpfung und unsere Verantwortung: Guter Gott, du hast Himmel und Erde geschaffen und uns als Hüter deiner Gaben eingesetzt.  — Hilf uns, achtsam mit der Natur umzugehen, damit auch kommende Generationen Erntedank feiern können. Wir bitten dich, erhöre uns.

2. Für alle, die in Landwirtschaft und Versorgung arbeiten: Wir beten für Bäuerinnen und Bauern, Gärtner und Winzer, für alle, die mit ihren Händen das tägliche Brot bereiten.  — Schenke ihnen Kraft, gerechte Bedingungen und Freude an ihrer Arbeit. Wir bitten dich, erhöre uns.

3. Für die Menschen in Not und Hunger: Wir denken an alle, die heute nichts zu essen haben, an Kinder in Krisengebieten und Familien in Armut.  — Lass uns teilen, was wir haben, und Wege der Gerechtigkeit finden. Wir bitten dich, erhöre uns.

4. Für unsere Gemeinde und unsere Dankbarkeit: Wir danken dir für Gemeinschaft, für das Miteinander in unserer Pfarrei, für alle, die sich engagieren.  — Lass uns mit offenen Herzen und Händen leben – im Vertrauen auf deine Güte. Wir bitten dich, erhöre uns.

5. Für die Verstorbenen, die uns das Leben gelehrt haben: Wir gedenken der Menschen, die uns das Danken beigebracht haben – Eltern, Großeltern, Lehrerinnen und Freunde.  — Nimm sie auf in dein Reich und lass uns ihr Erbe in Liebe bewahren. Wir bitten dich, erhöre uns.

Priester/Diakon: Guter Gott, du bist Ursprung und Ziel allen Lebens. Nimm unsere Bitten an und verwandle sie in Segen – durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

 

Liebe Schwestern und Brüder, liebe Kinder,

wir sind heute versammelt, um den Tag des Herrn zu feiern – in Dankbarkeit, im Gebet und in der Gemeinschaft. Christus lädt uns ein, sein Wort zu hören und in der Eucharistie gestärkt zu werden. Öffnen wir unser Herz für Gottes Gegenwart und beginnen wir diese Feier im Vertrauen auf seine Liebe.

heute danken wir Gott für die Früchte der Erde, für Arbeit, Gemeinschaft und Segen. In dieser Erntedankmesse bringen wir unsere Gaben und unser Leben vor den Altar. Möge unser Lobpreis Ausdruck unserer Dankbarkeit sein – für alles, was wächst, reift und uns nährt, äußerlich wie innerlich.

Liebe Schwestern und Brüder, damit wir diese Heilige Messe würdig feiern können, wollen wir nun unsere Schuld bekennen und Gott um sein Erbarmen bitten.

Schuldbekenntnis (Confiteor):
1Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen,
und allen Brüdern und Schwestern,
dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe.
Ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
durch meine Schuld, durch meine Schuld,
durch meine große Schuld.
Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria,
alle Engel und Heiligen
und euch, Brüder und Schwestern,
für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

P. Der Herr erbarme sich unser. Er nehme von uns Sünde und Schuld, damit wir mit reinem Herzen diese Feier begehen. Amen

1P. Der allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.“

 

Nun laßt uns segnen alle
die Erntegaben hier,
die stehn vor dem Altare,
wir danken, Herr, dafür.“

 

Erntedank Segengebet

P: Gepriesen bist du, Herr, unser Gott.

Wir loben dich.

A: Du hast das Land gesegnet und es reich gemacht.

A. Wir preisen dich.

P : Du läßt uns in der Sorge um das tägliche Brot nicht allein.

Wir loben dich.

A.: Wir preisen dich.

P.: Dein Sohn hat Brot und Fische gesegnet und sie den hungernden Menschen ausgeteilt.

Wir loben dich.

A.: Wir preisen dich.

 

P.: Lasset uns beten.

Allmächtiger Gott, du hast Himmel und Erde erschaffen. Du hast dem Weltall eine Ordnung gegeben, die wir erkennen und bewundern. Du hast den Men-schen dazu bestimmt, sich die Erde untertan zu machen, sie zu bebauen und ihren Reichtum recht zu nutzen. Wir freuen uns heute über die Ernte dieses Jahres. Segne + diese Feldfrüchte, die wir dankbar aus deiner Hand empfangen haben. Laß auch die Armen und Hungernden den Reichtum deiner Güte erfahren und teil-haben an der Fülle deiner Gaben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

A: Amen.

Comments

Popular posts from this blog

26Sonntag, C 28Sept.2025

Lk18,1-8 C

Aug31 22 Sontag C Lk 14,1.7–14